Das 20. Jahrhundert lässt sich als Zeitalter des Atoms beschreiben. Von molekularen Modellen zur Nanotechnologie, von Becquerels Entdeckung der Radioaktivität bis Tschernobyl, von Teilchenspuren bis zu den Atompilzen war das Atom Gegenstand der Auseinandersetzung in Wissenschaft, Kultur und Politik. So waren in den 1950er Jahren weltweit PinUp-Bilder im Umlauf, die junge Damen nur notdürftig bedeckt von einem Atompilz zeigten: Miss Atomic Bomb aus dem Jahre 1957.
Wenn wir Atome und deren Kraft vorstellen wollen, dann fällt uns als allererstes das Ticken des Geigerzählers ein. Doch wie sieht ein Atom aus? Welche wandelnden Bedeutungen hat der Begriff "Atom" erfahren? Wie haben Bilder unsere Wahrnehmung des Atomzeitalters bestimmt?
Atombilder. Die Sonderausstellung im Deutschen Museum zeigt bis Anfang 2008, wie im 20. Jahrhundert versucht wurde, Atome zu visualisieren, obwohl sie kein Aussehen haben.
Die Ausstellung stellt einige der wichtigsten Bildtraditionen zur Darstellungen des Atoms und der Atomforschung gegenüber. Die Bildwelten aus Wissenschaft und Kultur zeigen Strategien der Sichtbarmachung in Laboratorien, Ausstellungen und Medien. Damit einher geht die Frage, wie die Wirkmacht der Bilder unsere Auffassung des Atomzeitalters - unsere Befürchtungen und Hoffnungen - mit geprägt hat.
Die Sonderausstellung ist integriert in die neue Dauerausstellung "Foto+Film", die man auch unter das Motto fassen könnte: von Daguerre bis DVD.
Deutsches Museum










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